Nicht ohne mein Netz

Wie es ist, mit dem
Internet aufzuwachsen.

Unternehmen aufgepasst: Es wächst eine neue Zielgruppe heran, die von Tag 1 an in Kontakt mit Digitalisierung, Social Media und dem Internet aufwächst. Wie Unternehmen diese Menschen zukünftig ansprechen wollen, und warum Digitalisierung von der Kür zur Pflicht wird, erklären wir hier.

Wir alle können uns noch an eine Zeit vor dem Internet erinnern – Bandsalat im Kassettenrekorder und stundenlanges Telefonieren auf Kosten unserer Eltern. Auch die zugegebenermaßen sehr zähen Anfänge des Internets sind einigen von uns gut im Gedächtnis geblieben. Das formt unsere Wahrnehmung des Internet, wie es heute existiert – allerdings stark unterbewusst. Doch die Generation ab dem Geburtsjahr 1997 (auch als Gen Z bezeichnet) hat mit all diesen Sachen nichts mehr am Hut: Sie setzt sich in ein längst gemachtes Nest aus Social Media, Digitalisierung und permanenter Verfügbarkeit, und blickt als Digital Native eher belustigt auf die Verwirrung, die die immer neuen Online-Trends bei älteren Usern verursacht.


Gen Z – wer ist das eigentlich?

Für keine bisherige Generation spielte das Internet so eine zentrale und elementare Rolle wie für die Gen Z: Sie haben vermutlich schon als Kinder mit dem Smartphone der Eltern gespielt, deren Medienkompetenz wiederum stark durchwachsen sein kann. Umso argwöhnischer beobachtet die Elterngeneration der Gen Z, mit welchem Selbstverständnis schon im jungen Alter Social Media zum Mittelpunkt der sozialen Interaktion wird.
Bezeichnend sind laut Soziologen vor allem diese beiden Aspekte bei der Charakterisierung der Gen Z:


Strikte Trennung von Privatleben und Job: Während vorherige Generationen noch mit Versprechen wie Work-Life-Balance und Kickertisch im Start-up-Büro angelockt werden konnten, stehen bei der Gen Z ganz andere Werte im Vordergrund. Der Job verliert an Bedeutung, stattdessen sind es Freunde und Hobbys, online wie offline, die wichtig und identitätsstiftend sind.

Einbindung des Internets bei Entscheidungsfindung: Da werden die neuen Sneaker vorher den Freunden im Gruppenchat geschickt, damit diese ihren Segen geben, oder es wird nachgeschaut, welche Beauty-Produkte die Lieblings-Influencerin benutzt. Klassisches Marketing (am besten noch im Print) zieht bei dieser Generation so gar nicht mehr – stattdessen ist die Glaubwürdigkeit von Unternehmen entscheidend.

Hierauf sollten Unternehmen achten, wenn sie Gen Z erreichen wollen
Eine ganze Generation über einen Kamm zu scheren bringt nicht immer etwas – zielgruppenspezifisch darf man dieses Marketing vermutlich nicht nennen. Doch um die eigene Zielgruppe heute und auch morgen zu erreichen, muss das eigene Marketing-Konzept eventuell etwas aufgefrischt werden. Unsere drei Tipps lauten deshalb:

Print ist tot – diesmal wirklich. Werbeanzeigen in Printmedien sind leider eine reine Geldverschwendung, wenn die Gen Z erreicht werden soll. Das Budget stattdessen lieber in eine ordentliche Online-Marketing-Kampagne oder ein einwandfreies Kommunikationskonzept investieren.

Fokus, mein Freund. Bitte nur die Social-Media-Kanäle bespielen, die wirklich etwas bringen. Braucht eine Versicherungsgesellschaft TikTok? Vermutlich nicht. Ein Blog, auf dem Ratgeber-Content verständlich dargeboten wird oder eine praktische App dagegen wird besser angenommen.

Be relevant – or be gone. Große Namen und beeindruckende Zahlen locken die Gen Z nicht mehr an ihr Smartphone. Dafür ist die Auswahl einfach zu groß. Statt einer ganzen Generation gefallen zu wollen, sollten sich Unternehmen eher einen genau definierten Bruchteil herauspicken und diesen mit Corporate Identity und Glaubwürdigkeit überzeugen.

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