Livestreams

Gemeinsames Erleben
in Zeiten von Kontaktsperren

Erst nach und nach hat sich das Bewusstsein wirklich verfestigt, dass es dieses Jahr wohl nichts mehr wird mit ausgelassenen Festivals, geschäftigen Messehallen oder proppenvollen Hörsälen. Doch einige schlaue Leute hatten sich schon früh mit diesem Umstand abgefunden und auf das aufgebaut, was den meisten selbst in den strengsten Lockdown-Phasen zur Verfügung stand: dem Internet. Und weil die Faszination von Ton und Bild eben am besten gemeinsam funktioniert und der Echtzeitfaktor das Eventgefühl auch nach Hause überträgt, sind vor allem die Livestreams ein klarer Gewinner des Lockdowns.

Vom Nischenprodukt zum Großevent
Als das Internet noch in seinen Kinderschuhen steckte, hatten die Livestreams bereits ihre Anhänger gefunden. Doch während in den 90ern nur einige Eingeweihte in das Online-Projekt ihres Spartenradios reinschalteten, sitzen bei einigen E-Sport-Events heutzutage mehr Zuschauer vor ihren Endgeräten als in den besten Zeiten von Wetten, dass…? Natürlich liegt das nicht nur an der Omnipräsenz von sozialen Netzwerken und Smart Homes, sondern vor allem an veränderten Nutzungsvorlieben und der erhöhten Mobilität.

Eine unschlagbare Waffe im Social-Media-Dschungel
Soziale Medien sind eine unverzichtbare Plattform – das gilt im Jahr 2020 bei knapp einer Milliarde täglicher Nutzer*innen wohl kaum als große Erkenntnis. Im Vergleich zu einem normalen Posting bietet das Livestreaming jedoch einige unübersehbare Vorteile. Denn durch die Verbindung von synästhetischen Eindrücken und einem unmittelbaren und daher gleichzeitig unperfekten Auftreten ermöglichen sie eine unvergleichliche emotionale Kund*innenbindung. Im Livestream gibt es eben keine Zeit für den makellosen Feinschliff, dafür aber für direkte Interaktion und die wichtigsten Infos. Unternehmen bekommen so ein Gesicht, das die Kund*innen so schnell nicht vergessen.

Streamen, okay – aber was? Und wo?
Wer regelmäßig auf großen Messen unterwegs ist oder ein Team aus Influencer*innen hat, stellt sich diese Frage wohl kaum. Doch auch für diejenigen, bei denen Events eher eine Seltenheit darstellen, gibt es genügend Möglichkeiten, spannenden Content zu bieten. Ob Behind-the-Scenes-Material wie Job- oder Mitarbeiter*innenvorstellungen, Live-Q&As oder Webinare für die Kund*innen – sich so persönlich im Internet zu präsentieren, erhöht die Sichtbarkeit und Corporate Identity. Mittlerweile verkaufen Unternehmen übrigens auch schon im QVC-Style direkt ihre Waren bei Social Media – der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt.

Plattformen gibt es dabei mindestens genauso viele wie mögliche Inhalte: Facebook glänzt vor allem mit der einfachen Bedienung, bei YouTube steigert sich die Reichweite enorm durch die Google-Ergebnisse, bei Twitters Periscope kann hingegen explizit nach Themen und Standorten sortiert werden, Instagram baut auf die direkte Interaktion. Für ein besonders professionelles Auftreten bietet sich die neue Funktion bei LinkedIn an, bei der die eigene Expertise unter Beweis gestellt werden kann.

Streamen, aber richtig: Tricks und Fallen
So sehr das Format auch auf der sympathischen Unperfektion basiert, ein paar grundsätzliche Fehler können natürlich trotzdem vermieden werden. Ein neutraler Hintergrund und eine ruhige Umgebung sind das A&O. Mit einer spannenden Ankündigung sorgt man im Vorfeld dafür, dass die Kund*innen sich den Termin rot im Kalender markieren. Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, sollten sich Unternehmen außerdem über die Zielgruppe und die passenden Hashtags informieren. Auch wenn die Livestreams den Charme des Einmaligen in sich tragen, kann das Event im Anschluss natürlich auf anderen Kanälen aufbereitet werden – vielleicht schalten dann beim nächsten Mal ja schon wieder mehr rein.

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