Podcast

Ein Schmaus für Ohr
und Marketing

Im Unterhaltungssektor gehören Podcasts zu den überraschenden Erfolgsgeschichten der letzten Jahre. Was lange Zeit ein Nischendasein fristete, erzielt mittlerweile traumhafte Ergebnisse. Unternehmen läuft schon das Wasser im Mund zusammen – ob sich der Schritt hinters Mikro aber immer lohnt, hängt von einigen Faktoren ab.

Langer Vorlauf, große Belohnung

Selbst diejenigen, die mit dem Prinzip Podcast nichts anfangen können, kommen mittlerweile kaum an dem Phänomen vorbei. Wer die gängigen Streamingdienste nutzt, bekommt sie längst gleichwertig mit neuer Musik vorgeschlagen. Ein Hype, der also durchaus als etabliert bezeichnet werden kann. Seinen Ursprung nahm das Ganze aber noch recht unspektakulär im Jahr 2004, als der MTV-Moderator und „Podfather“ Adam Curry dieses Format erstmalig zu größerer Bekanntheit brachte. Wo das 00er-Jahrzehnt aber trotz technischer Errungenschaften noch stärker auf klassisches Formatradio setzte, bleiben Podcasts lange Zeit in den Kellern von besonders interessierten Fans zurück. Erst im großen Streaming-Zeitalter sollte die goldene Zeit anstehen – denn hier passt auch endlich alles zusammen. 

Während das klassische Radio nämlich stetig an Bedeutung verliert, stauben Podcasts bei der Dreifaltigkeit des Online-Markts gleich alle Auszeichnungen ab, die von Relevanz sind: Sie sind frei abrufbar, bieten ein breites Themenspektrum und sind zudem nicht linear, ergo komplett individuell an den eigenen Bedarf anpassbar. Das Publikum frohlockt und beschert den Podcasts seit Hype-Beginn im Jahr 2016 gleich zehn Millionen Hörer*innen in Deutschland, Tendenz weiter steigend. Vor allem bereits bekannte Persönlichkeiten werten ihre Marke mit Podcasts auf, dabei ganz prominent natürlich Jan Böhmermann und Olli Schulz mit dem erfolgreichsten deutschen Podcast „Fest und Flauschig“, jüngst aber auch Nationalspieler Mats Hummels mit seinem Bruder Jonas unter dem Titel „Alleine ist schwer“. Obwohl der Podcast im Kontrast zum Multi-Sensor-Wust der sozialen Medien gerne als Nebenbei-Medium deklariert wird, sorgen die großen Nutzer*innenzahlen auch für beachtliche Investments. Für Werbemaßnahmen in Podcasts steigen die Ausgaben nämlich im Eiltempo an. Ein guter Grund, sich das Phänomen mal genauer anzuschauen.


Siegeszug auf vielen Ebenen


Die Vorteile von Podcasts sind so vielseitig wie die Folterinstrumente im True-Crime-Spitzenreiter „Mordlust“. Denn gerade im stressigen Büro- und Arbeitsalltag greifen immer mehr Leute gerne auf das Format zurück, saugen die knackigen Infos auf Hin- und Rückweg lieber in dieser Form auf als in ellenlangen Artikeln. Wer zudem regelmäßig in seine liebsten Reihen reinhört, bekommt schnell das Gefühl, mit den besten Freund*innen zu quatschen. So verhelfen Podcasts nicht nur Marken zu einem persönlichen Anstrich – und somit auch zu Stammhörer*innen – sie basieren auf Grund dieser Tatsache auch weniger auf Algorithmen als auf der eigenen Aufruf-History. Für Konstument*innen übersichtlich, für Business-Cases ebenfalls nicht uninteressant. 

Wieso immer mehr Menschen und Unternehmen selbst das Mikro in die Hand nehmen, liegt wiederum an der gemütlichen Art der Reichweitenstreuung. Einen Podcast herzustellen und hochzuladen ist nämlich verhältnismäßig günstig und einfach, bietet zudem den klassischen Vorteil eines digitalen Produkts: Dank der Technologien ist genau trackbar, wie viele wann in die eigene Sendung einschalten. Wo so viel Reichweite ist, bleibt natürlich einer nicht weit: Auch Google implementiert seit neuestem Google Podcast in den Crawling-Prozess. Ähnlich wie es seit einigen Jahren mit Videos geschieht, werden euch Podcasts also bei euren Suchanfragen früher oder später begegnen. Ergo: Auch für die eigene SEO können Podcasts durchaus einen ordentlichen Boost versprechen. Inhaltlich können gleich auch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Wer sich geschickt anstellt, kann seine gesamten Social-Media-Kanälen mit denselben Themen wie im Podcast speisen und schärft so die eigene Marke.


Tücken im Podcast-Design


Vergesst nochmal alles, was wir gerade gesagt haben. Oder zumindest den Satz, Podcasts seien einfach herzustellen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich nämlich nach und nach eine zunehmende Professionalisierung breit gemacht, so dass vor allem jene mit guten Produzent*innen und dem passenden Equipment gut abschneiden. Auf Hardware-Ebene sollten die Parameter also stimmen, aber auch inhaltlich muss geliefert werden. Und zwar regelmäßig. Wer sich langfristig etablieren möchte, sollte seine hochwertigen und innovativen Inhalte nämlich wirklich in einer Serie raushauen. Stichwort: Redaktionsplan. Für den könnt ihr auch gerne Expert*innen einplanen, die ihr unter anderem bei
Hallo Podcaster finden könnt. So durchdacht und strukturiert also prinzipiell alles ist, steht mal wieder der spontane, lockere Ton im Trend. Wenn eure Hosts diesen Spagat schaffen und zudem den Draht zur Zielgruppe finden, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Zumindest nicht, wenn ihr etwas nachhelft.

 Das Auge hört nämlich mit: Ein ansprechendes Cover stärkt euer Image und lockt im besten Fall von selbst Leute zu euch. Zu Beginn eurer Produktion sollte außerdem wie immer die Keyword-Recherche stehen. Wovon wollen Leute in meinem Sektor überhaupt mehr wissen? Baut euch darauf basierend einen Themenkatalog auf, den ihr ganz klassisch auf eurer Website verlinken könnt, sobald eine Folge online ist. Gestaltet ganz SEO-freundlich eure Überschriften und Zusammenfassungen übersichtlich und rührt in den sozialen Netzwerken die Werbetrommel. Wer einmal eine Fanbase aufgebaut hat, kann von einem weiteren Faktor profitieren: Im Gegensatz zu anderen Kanälen empfinden Hörer*innen Werbung hier nur selten nervig, wie 87% der Befragten einer SPOT ON-Studie angeben. Im gesunden Maß könnt ihr eure Sendeplätze also an die richtigen Brands verkaufen und nochmal Geld in die Kasse spielen. 


„Auf Teufel komm raus“ ist das falsche Prinzip


Wie bei allen anderen Marketing-Strategien gilt auch beim Podcast ganz klar, dass das Unternehmen wirklich zu dem Schritt stehen sollte. Bei all der Zeit und Mühe, die in einem Podcast stecken, sollte diese Anschaffung durchaus überlegt sein. Glücklicherweise könnt ihr von dem Trend auch profitieren, ohne selbst einen auf Entertainer zu machen. Auf Seiten wie
Julep können sich Podcasts mit Werbetreibenden verbinden und so die reichweitenstarken Kanäle für die eigene Marke im klassischen Werbungsstil nutzen. Juckt es euch jetzt hingegen doch in den Fingern, denkt immer daran, dass ihr auch über etwas sprechen solltet, bei dem euer Know-How und Interesse zusammenkommen. Alles andere fällt früher oder später dann doch unangenehm auf.

Inhaltlich sind dem Format dabei keine Grenzen gesetzt: Magazine vertonen spannende Interviews zu aktuellen Themen, Krankenversicherungen berichten von erfolgreichen Heilmethoden, das neue Start-up begleitet die gesamte Produktion in einer Dokumentation. Auch für Online-Marketing-Fans gibt es natürlich mittlerweile äußerst spannende Podcasts. Allen voran die vielseitigen Streams von Termfrequenz, aber auch die von OMR. Bei #askOMR beantworten die Online-Marketing-Rockstars selbst die Fragen der Fans, im OMR-Podcast kommen hingegen bekannte Menschen wie Billie Eilish, Tarek Müller (Mitgründer von About You) oder Sven Schmidt zu Wort. Zuletzt können wir auch SEOSENF empfehlen, bei dem ihr euch schon mal Tipps für das erfolgreiche SEO-Auftreten eures Podcasts informieren könnt. Wenn ihr schon so viel redet, sollt ihr ja schließlich auch gehört werden.

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