Reichweite im Business-Kosmos

Ads bei LinkedIn für Unternehmen:
Kosten, Formate und Zielgruppen

Die Zahlen sprechen für sich: Mit knapp 17 Millionen Nutzer:innen in der DACH-Region ist LinkedIn für Unternehmen mittlerweile so wichtig wie eine feste Anschrift. Aber wie macht ihr hier auf euch aufmerksam? Konkret: Wie funktionieren Werbeanzeigen bei LinkedIn?  

Für alle LinkedIn-Grünschnäbel empfehlen wir im ersten Schritt unseren Artikel „LinkedIn als Marketing-Kanal“, bevor ihr euch Hals über Kopf in die Ads werft. Hier stellen wir verschiedene Content-Formate vor, erklären, was in euer Unternehmens- oder persönliches Profil gehört und geben Tipps zum Netzwerken. 

Ads bei LinkedIn

Mit Ads in den Feed der Zielgruppe

Natürlich sind wir nicht die ersten, die etwas von dem großen Potential des Netzwerks mitbekommen haben. Um sich bei all der Konkurrenz, die sich gerade gleichzeitig auf das Portal stürzt, durchzusetzen, bedarf es deswegen mehr denn je einen Griff in das Budget-Portemonnaie. Denn natürlich gibt es auch bei LinkedIn mittlerweile die Möglichkeit, sich mit Ads auf die Oberfläche der potentiellen Kund:innen zu rufen. 

Die Basics: Der Kampagnen-Manager

Wir haben gute Nachrichten: LinkedIn möchte euch das Ganze so einfach wie möglich gestalten. Deswegen ist die Oberfläche für die eigene Werbeschaltung bei diesem Netzwerk sehr übersichtlich und nachvollziehbar gestaltet. Über den Kampagnen-Manager könnt ihr eure eigene Anzeige ins Rennen schicken.  

Hier gebt ihr einfach Schritt für Schritt alle Informationen über euch und eure Ziele ein. Dabei werdet ihr von LinkedIn verlässlich durch die einzelnen Elemente geführt und erhaltet Vorschläge und Tipps vom Netzwerk selbst. 

Die Basics: Kosten für LinkedIn Ads

Natürlich könnt ihr so viel Geld ihr wollt in eure Anzeige stecken. Allerdings gibt es bei LinkedIn auch ein Mindestmaß, das ihr pro Anzeige in die Waagschale werfen müsst. Diese gliedern sich folgendermaßen: 

· 10 Euro Tagesbudget pro Kampagne 
· 10 Euro Gesamtbudget pro Kampagnengruppe 
 
· 2 Euro für Cost per Click oder Cost per Mille 

Wie viel ihr genau für eure Anzeige ausgeben solltet, ist dabei sehr stark von euch und eurem Angebot abhängig. Mit einer durchschnittlichen CTR von 0,03% könnt ihr euch aber denken, dass es hier kaum Sinn ergibt, mit einem kleinen Budget einzusteigen.  

Die Basics: Zielgruppe definieren

Bei LinkedIn gibt es zwei Möglichkeiten, seine Zielgruppe für eine Werbekampagne zu bestimmen: Den Bereich Zielgruppe nutzt ihr, um selbst mit Hilfe verschiedener Tags Listen zu kreieren, die Zielgruppenattribute sind hingegen gerade für den Anfang sehr wichtig und stellen vorgefertigte Kategorisierungen vor.  

Zielgruppe: 
Hier könnt ihr also Zielgruppen auf Basis eurer bisherigen Interaktionen erstellen lassen. Entweder über das Listen hochladen, indem ihr Unternehmen und Kontakte vermerkt, oder über das LinkedIn Event Targeting, bei dem alle Teilnehmenden eurer Events auftauchen, könnt ihr so schonmal einen Anfang machen. Hinzu kommt das Lead Gen Form, das alle Personen zusammenfasst, die über eine Kampagne mit dem Ziel Lead-Generierung mit euch interagiert haben, und alle Besucher:innen eurer Unternehmensseite. Außerdem könnt ihr Personen ansprechen, die eure Videos zu einer bestimmten Rate (ab 25%) angesehen haben.  

Nutzt ihr den LinkedIn-Pixel, Insight-Tag genannt, stehen euch sogar noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich das Retargeting eurer Website-Besucher:innen und eine Erstellung einer „Lookalike“, also ähnlichen Zielgruppe. 

Zielgruppenattribute: 

Ihr könnt eure Zielgruppe bei LinkedIn außerdem auf vielfältige Weise eingrenzen. Dafür könnt ihr in den Bereichen Unternehmen, demografische Daten, Ausbildung, Berufserfahrung und Interessen und Merkmale Angaben und Wünsche vermerken.  

Die Werbeanzeigen-Möglichkeiten bei LinkedIn

Auf LinkedIn könnt ihr eure Werbung auf unterschiedlicher Art und Weise platzieren. Welches Format sich für euch lohnt, hängt dabei stark davon ab, wen ihr wie erreichen wollt – und natürlich auch von eurer Anzeige. Wollt ihr ein Produkt verkaufen? Eine Beratung anbieten? Oder neue Eintragungen für euren Newsletter? Alle Möglichkeiten bringen unterschiedliche Empfehlungen mit sich. 

Sponsored Content

Ihr habt gerade sowieso schon ein hochwertiges Content-Stück gepostet, das jetzt aber auch über eure Follower:innen hinaus die richtigen Personen erreichen soll? Dann ist Sponsored Content natürlich die Waffe der Wahl. Denn so landet ihr direkt im Feed der Zielgruppe und fallt im besten Fall gar nicht als Ad auf. Dadurch steigt natürlich auch die mögliche Interaktion. Lediglich ein kleines „Anzeige“-Schild auf dem Beitrag lässt sie von einem normalen Posting unterscheiden. 

Anzeigenformate für Sponsored Content: 

 

 

Einzelbild-Anzeige 
Der Klassiker: Einleitung, Bild, Überschrift und Beschreibung führen euch zum typischen Posting. Links zu eurer Website und ein CTA-Button können natürlich auch platziert werden.

Carousel-Anzeige (zwei bis zehn Bilder) 
Die Moderne: Swipen macht Spaß! Und lässt euch viel Platz für Informationen, die ihr in Grafiken und Bildern verstecken könnt. 

Video-Anzeige 
Der Kurz-Clip: Dass Bilder mehr als Worte sagen, ist im Marketing längst bekannt. Hiermit könnt ihr also ein Video von euch bewerben, das im Feed automatisch startet. 


Tipps für Sponsored Content:

– Überschriften mit weniger als 150 Zeichen und aktiven Worten 
– Text unter 70 Zeichen 
– Bilder mit mindestens 1200 x 627 Pixeln 
– Call to Action im Fokus 

Sponsored Messaging

Direkt ins Postfach der Zielgruppe: Mit dem Sponsored Messaging könnt ihr das schaffen. Dort zu landen, wo sonst der direkte Austausch stattfindet, hat natürlich den großen Vorteil, dass die Nachrichten meistens gelesen werden. Allerdings ist hier die Fallhöhe auch gegeben, dass ihr mit einem unprofessionellen Auftreten direkt als nerviger Spam abgetan werdet. Gerade wenn ihr eine klar definierte Zielgruppe habt, lohnt sich diese Anzeigenvariante für euch. 

Tipps für Sponsored Messaging

· Nachrichtentext mit bis zu fünf CTA-Buttons 

· Nutze kurze, einfache Sätze wie in einer normalen Konversation 

· CTR-Boosts sind die Macros, die LinkedIn zur Verfügung stellt: Namen, Job-Titel, Unternehmensseite und Branche können damit automatisch angepasst werden 

Text Ads

Mit den richtigen Worten könnt ihr vieles erreichen. Die Text Ads wollen deswegen schnell zum Punkt kommen und zu einer Conversion verleiten. Lange herumschwafeln ist hier nicht das Ziel, sondern ein Klick auf die Website oder Landingpage. Die Textanzeigen werden entweder über dem Newsfeed oder rechts daneben angezeigt. 

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Tipps für Text Ads:

· Kampagnen sollten eine Zielgruppe zwischen 60.000
und 400.000 erreichen wollen

· Füge ein ansprechendes Bild hinzu

· Der Call To Action sollte zentral sein

· Nutze 2-3 Versionen der Text Ads

Dynamic Ads

Mit den richtigen Worten könnt ihr vieles erreichen. Die Text Ads wollen deswegen schnell zum Punkt kommen und zu einer Conversion verleiten. Lange herumschwafeln ist hier nicht das Ziel, sondern ein Klick auf die Website oder Landingpage. Die Textanzeigen werden entweder über dem Newsfeed oder rechts daneben angezeigt. 

Arten von dynamischen Anzeigen:

Follower Ads
Mit dieser Anzeige könnt ihr eure Zielgruppe dazu bewegen, euch zu folgen und die Interaktion auf eurer Seite zu steigern.

Spotlight Ads:
Mit den Spotlight Ads ist das Ziel meistens, die richtigen Personen auf die Website zu bekommen. Hierbei können Hintergrundbilder genutzt werden, wodurch die Aufmerksamkeit steigen kann.

Stellenanzeigen:
Damit landet ihr direkt bei den richtigen Fachkräften. Denn mit einer sehr direkten Targeting-Option könnt ihr Stellensuchende finden, die zu euch passen.

Tipps für Dynamic Ads:

· Nutz die Macros von LinkedIn, um persönlich zu wirken 

· Der Call To Action muss immer im Fokus sein 

· A/B-Tests mit verschiedenen Anzeigen lohnen sich