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Facebook Werbung schalten

Im Marketing-Mix spielt Social Media eine immer wichtigere Rolle, der große Big Player Facebook rückt aber in eine immer unbeliebtere Rolle. Wer sich einmal mit Werbeanzeigen bei sozialen Netzwerken beschäftigt hat, wird aber feststellen: Das ist völlig ungerecht! Warum ihr für eure Projekte nicht darauf verzichten solltet, Ads bei Facebook zu schalten, und wie ihr das am besten macht, erklären wir euch in unserer einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung. 

Kreativer Content für Unternehmen

Was sind Facebook Ads überhaupt?

Mit Facebook Ads sind Anzeigen gemeint, die User:innen bei Facebook angezeigt werden. Anders als so genannte organische, also unbezahlte Beiträge, erreichen Werbeanzeigen eine größere Zielgruppe. Dadurch können Unternehmen, Selbstständige oder andere Projekte ihre Inhalte effektiv auf dem sozialen Netzwerk ausspielen. 

Da Nutzer:innen für gewöhnlich viele Informationen über sich preisgeben und mit Inhalten, die sie interessieren, interagieren, kann der Algorithmus ziemlich genau herausfinden, welche Zielgruppe an einer bestimmten Werbeanzeige interessiert sein könnte. Dieser große Vorteil der digitalen Werbung verspricht – mit etwas Glück und Können – also ziemlich gute Conversions und wenig Streuverluste. 

Warum und wann sollte man Facebook Ads schalten?

Werbung auf Facebook zu schalten, bringt gleich eine ganze Reihe von großen Vorteilen für Unternehmen mit sich. Wir führen euch mal die wichtigsten auf:

  • 32 Millionen Nutzer:innen erreichen
    Diese weiterhin beeindruckende Zahl spricht schon für sich: Investitionen in Werbeanzeigen lohnt sich auf Facebook immer noch sehr. Steigert eure Reichweite jetzt.

  • Geringer Aufwand statt aktive Facebook-Seite
    Wenn die Kapazitäten in euren Reihen fehlen, regelmäßig kreative Postings vorzubereiten und die Community zu bespaßen, sind Werbungen eine zeitsparende Methode, die Zielgruppe trotzdem zu erreichen.

  • Zielgenaues Targeting & Conversions
    Bei Facebook stehen euch zahlreiche Optionen zur Verfügung, wie ihr eure Anzeigen gezielt ausspielen könnt. So erreicht ihr dann wirklich die Menschen, die ihr erreichen wollt. Und dank direkter Verlinkungen auf eure Landingpages kann das ein echter Conversion-Boost sein.

  • Für Aktionen, Angebote oder neue Produkte sind Ads bei Facebook für euren Marketing-Mix also definitiv eine ziemlich spannende Option.

Loslegen mit dem Facebook-Werbeanzeigenmanager

Wer Werbung bei Facebook schalten möchte, kommt nicht um den Werbeanzeigenmanager vorbei. Mit Hilfe dieses Tools könnt ihr eure Anzeigen einreichen und kontrollieren. Meldet euch schonmal hier an und folgt danach einfach unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und es kann nichts mehr schief gehen. 

Welches Kampagnenziel sollte man bei Facebook Ads angeben?

Als Kampagnenziele für Facebook-Werbeanzeigen könnt ihr euch zwischen den Kategorien Bekanntheit, Abwägung und Conversion entscheiden. Je nachdem, welcher Schritt gerade für euer Unternehmen am wichtigsten erscheint, könnt ihr euch für eine dieser entscheiden. Mit Conversions punkten beispielsweise vor allem direkte Online-Shops.  

Die Bekanntheit-Optionen pushen vor allem kleine Accounts gut nach vorne. Und die Möglichkeiten unter Abwägung sind darauf aus, dass eure potentiellen Fans mit euch als Marke in Interaktion treten. Gerade im B2B-Bereich ist das wohl die interessanteste Option. 

Donnas Tipp: Für die meisten Produkte und Dienstleistungen könnt ihr die folgenden Schritte sehr frei gestalten. Ausnahmen sind jedoch Werbungen für die Bereiche Kredit, Beschäftigung (also zum Beispiel Jobangebote), Wohnraum oder Wahlwerbung. Solltet ihr darunter fallen, müssen die Werbeanzeigen nach bestimmten Richtlinien ausgespielt werden. Wählt diese daher im Bereich „Spezielle Anzeigenkategorien“ aus. 

Welche Zielgruppen sollten wir definieren?

Eure Zielgruppe bei Social Ads sollte möglichst deckungsgleich mit den Leuten sein, die wirklich Interessen an euren Produkten oder Dienstleistungen haben könnte. Im Zweifel wisst ihr das selbst am besten. Neben verschiedenen Geschlechtern, Altersklassen oder Interessen könnt ihr auch unter dem Punkt „Custom Audience“ Personen auswählen, die bereits in irgendeiner Form mit euch interagiert haben. 

Donnas Tipp: Gleichzeitig steht euch aber auch die Option offen, dass ihr zeitgleich Ads für verschiedene Zielgruppen schaltet und dabei herausfindet, welche Personen am meisten mit euren Anzeigen interagieren. Das gibt euch einen Hinweis darauf, wen ihr künftig vor allem ansprechen solltet. 

Wie funktioniert die Anzeigenplatzierung?

 
Für die Anzeigenplatzierung eurer Facebook-Ads stehen euch vor allem zwei Optionen zur Auswahl: 

  • Automatische Platzierung: Facebook versucht mit Hilfe von Algorithmen selbstständig, das Beste aus eurer Anzeige rauszuziehen. Gerade für Anfänger:innen ist diese Wahl definitiv die sicherere. 
  • Manuelle Platzierung: Wer sich schon richtig gut auskennt, kann aber auch selbständig entscheiden, wo die Ads ausgespielt werden. Das beinhaltet sowohl die Wahl zwischen den Plattformen Facebook, Instagram, dem Messenger und dem Audience Network, aber auch die Wahl zwischen Feed-Formaten, Stories, Reels, In-Streams, Suchen, Nachrichten und Websites. Hohes Individualisierungspotential – aber auch viele Fehlerquellen. 

Was kosten Facebook Ads?

Oder auch: Was kostet ein Auto? Auf diese Frage gibt es leider keine eindeutige Antwort. Denn zum einen hängen die Kosten stark von eurer Branche und euren Produkten ab, zum anderen auch davon, wie viel die Konkurrenz aktuell investiert.  

Der durchschnittliche CPC – also Cost per Click – lag 2021 bei circa 35 Cent. Das bedeutet, dass Unternehmen für jeden Klick auf die Anzeige mit Kosten in Höhe von 35 Cent rechen musste. Über den Werbeanzeigenmanager könnt ihr nach Wunsch ein Tages- oder Laufzeitbudget eingeben.  

Donnas Tipp: Über diesen Reiter könnt ihr sehen, mit wie viel Reichweite oder Interaktionen ihr tendenziell mit euren Anzeigen rechnen könnt. Anhand dessen könnt ihr wiederum ableiten, ob ihr eher ein hohes oder niedriges Budget wählen solltet. Auch hier gilt aber: Testen, Testen, Testen! 

Wie gestalten wir unsere Anzeige? Welche Formate gibt es?

Für Facebook Ads habt ihr die Wahl zwischen fünf verschiedenen Formaten. Diese sind wiederum völlig frei gestaltbar.

Bild-Ads: Benutzt Bilder oder Grafiken, um eurer Zielgruppe ins Auge zu springen. Begleitend dazu könnt ihr kleine Captions und Texte hinzufügen.

Video-Ads: Von Grafik-Experimenten über kurze Clips sind Anzeigen im Videoformat im Instagram-Zeitalter besonders gefragt.

Carousel-Ads: Bis zu zehn Bilder und Videos können hier in einer Slide-Show aneinandergefügt werden – alle mit eigenem Link.

Instant Experience: Eine Instant Experience ist eine Anzeige, die eine Vollbild-Darstellung öffnet, sobald jemand auf die Anzeige getippt hat.

Collection: Beim Collection-Format sehen Nutzer:innen verschiedene Produkte und können auf visuelle Art mit ihnen interagieren.

Je nachdem mit welchem Format ihr euch wohlfühlt, könnt ihr euch auch kreativ austoben. Gerade für die Carousel- und Collection-Ads empfiehlt es sich, wenn ihr eine bunte Vielzahl von Produkten anbieten und ablichten könnt. Im Video-Format überzeugen derweil komplexere Geschichten oder emotionale Botschaften.

Wie messen wir das Ergebnis der Anzeige?

Der Werbeanzeigenmanager gibt euch regelmäßige Updates dazu, wie eure Anzeige performt. Das beinhaltet sowohl Angaben über die Klicks und Nutzer:innen als auch über die für euch anfallenden Kosten. Deswegen könnt ihr hier auch bestens experimentieren, da euch die Ergebnisse direkt zur Verfügung gestellt werden. 

Welche Conversion Rate ist bei Facebook Ads gut?

Laut einer Studie von WordStream liegt die Conversion Rate bei Facebook Ads bei circa 9,21 %. Das bedeutet, das knapp 9% der Nutzer:innen, die eine Anzeige angezeigt bekommen, auch in der gewünschten Form mit ihr interagieren. Das kann beispielsweise der Kauf eines Produkts sein.

Von diesen Zahlen ausgehend, könnte man meinen, eine Conversion Rate von circa 10% wäre wünschenswert. Doch auch hier sind Pauschalantworten eher so hilfreich wie ein Fitness-Account für das eigene Selbstwertgefühl. Denn auch hier hängt die Conversion Rate stark von eurer Branche ab. Logischerweise verkaufen sich günstigere Produkte wie Socken besser und schneller als Reisen.

Der Facebook-Pixel

Mit dem Facebook-Pixel könnt ihr ganz genau herausfinden, welche Personen von Facebook auf eurer Website landet. Wenn ihr den Code eurer Website aktualisieren könnt, seid ihr auch in der Lage, den Pixel einzurichten. Wie genau das funktioniert, erklärt euch Facebook am besten selbst.

Aber was bringt euch der Facebook-Pixel überhaupt?

Lernt eure Zielgruppe besser kennen.
Wenn ihr einen Pixel integriert habt, könnt ihr künftige Anzeigen gezielt auf die Personen ausspielen, die bereits mit euch interagiert haben – eurer Custom Audience also.

Tracking in einfach.
Ihr könnt euch sehr genau darüber informieren, welche Käufe, Leads oder Seitenklicks von eurer Werbeanzeige kommen. So wisst ihr also zu 100%, wie effektiv aktuelle Anzeigen bei der Zielgruppe ankommen.

Werbung bei Facebook oder bei Google?

Die Frage ist kaum zu beantworten. Denn während Google vor allem ein Push-Kanal ist, stehen bei Facebook andere Herausforderungen auf der Matte. Wenn ihr Google Ads auf bestimmte Keywords schaltet, könnt ihr sicher sein, dass die Zielgruppe sich zu diesem Zeitpunkt zumindest halbwegs für die Suchanfrage interessiert. Bei Facebook hingegen steht ein gewisses Fragezeichen im Raum. 

Aber wie sieht es mit anderen Faktoren aus? 

Klickrate: Google hat die Nase vorn. 

Eine durchschnittliche Klickrate von 3,17 % im Suchnetzwerk spricht Bände für die Effektivität von Google Ads. Schließlich bedeutet das, dass circa 3 von 100 Personen, die die Anzeige sehen, auch auf die Website klicken. Bei Facebook liegt sie hingegen lediglich bei circa 0,9 %. 

 

Conversion-Rate: Facebook trumpft.

Facebook kommt mit einer durchschnittlichen Conversion Rate von 9-10 % auf eine deutlich bessere Zahl als Google Ads, wo sie nur bei circa 2,7% liegt. Dennoch sind die Zahlen natürlich alle relativ zu lesen und dementsprechend nicht allgemeingültig. 

CPC: Facebook gewinnt. 

Im durchschnittlichen Wert schneidet Facebook hier mit circa 35 Cent ziemlich beeindruckend ab. Bei Google Ads sind die Ergebnisse je nach Branche sehr unterschiedlich: Im B2B-Sektor bezahlt man circa 3,33 US-Dollar, E-Commerce kommt auf circa 1,16 US-Dollar und Technologie auf 3,8 US-Dollar.  

Fazit: Je nachdem, in welcher Branche ihr euch herumtreibt und welche Ergebnisse ihr euch von eurer Werbung erhofft, sprechen die Zahlen für Facebook oder Google. Falsch macht ihr aber mit beiden Kanälen definitiv nichts. Die Interaktivität steht bei Facebook jedoch mehr im Vordergrund und ihr könnt euch hier besonders mit kreativen Formaten austoben. 

Eure eigene Kampagne? Wir bringen sie ins Netz. 

Ihr wollt selbst mit Facebook Ads durchstarten, aber braucht noch einen strategischen oder kreativen Schubs? Wir unterstützen euch gerne und konzipieren eine Kampagne für euren Facebook-Kanal. Wir sprudeln, ihr erreicht die Zielgruppe. 

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